• An welchen Standorten in Neuss werden mittels Wohncontainern Unterkünfte geschaffen, wo wird neu gebaut, wo erfolgt eine Anmietung?
    • Auf den ausgewiesenen Flächen ist die Errichtung von (angemieteten) Wohncontainern geplant; an den Standorten, die u. U. für eine längere Nutzung geeignet wären, kommt die Errichtung einer Modulbaulösung – vergleichbar der neu errichteten Unterkunft am Berghäuschensweg 92 – in Betracht.

      Die Sozialverwaltung wird an allen vorgesehenen Standorten sukzessive allgemeine Informationsveranstaltungen unmittelbar vor Ort durchführen. Grundsätzlich gilt, dass vor dem Beginn von Bauarbeiten in jedem Fall noch einmal eine Informationsveranstaltung vor Ort erfolgen wird. Die Verwaltung plant darüber hinaus eine ständige Information der Bürgerinnen und Bürger durch entsprechende Berichterstattung in den zuständigen Fachausschüssen sowie im Internet.

      Quelle: Stadt Neuss

      Iris

  • Flüchtlingsintegrationsmaßnahme FIM
    • Gemeinnützige Betätigung für Flüchtlinge
      Im Rahmen des Integrationsgesetzes des Bundes werden unter dem Titel Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM) ab dem 01.08.2016 bis zum 31.12.2020 bundesweit jährlich 100.000 Arbeitsgelegenheiten (AGH) für Flüchtlinge in Form einer gemeinnützigen Betätigung finanziert. Flüchtlinge sollen damit die Wartezeit bis zur Entscheidung über ihre Anerkennung durch eine sinnvolle und gemeinwohlorientierte Beschäftigung überbrücken.

      Auf den Rhein-Kreis Neuss entfallen jährlich 442 Arbeitsgelegenheit, in denen  Flüchtlinge die hiesigen Arbeitswelt und Anforderungen kennenlernen. Nebenbei verbessern sie im Kontakt mit deutschen Kollegen und Auftraggebern ihre Sprachkenntnisse. Durch die Stadt Neuss wurden hierfür 37 Stellen, vorrangig im Grünflächenamt und auf dem städtischen Friedhof, geschaffen. Darüber hinaus gibt es aktuell 31 Stellen bei anderen Trägern. Als Aufwandsentschädigung werden aktuell 1,50 EUR pro Stunde gezahlt. (Stand: 02/2017)

      Ansprechpartner für potentielle Bewerber:
      Frau Jordan (Integrationsbüro, Sozialamt, Rathauspromenade, Promenadenstr. 43-45)
      Telefon: 02131 / 90 5075
      E-Mail: michelle.jordan@stadt.neuss.de

      Information des RKN

      Steffen H.

  • Flüchtlingswohnheim an der Fesserstraße
    • In einem ehemaligen Bürogebäude an der Fesserstraße ensteht ein Flüchtlingsheim, in dem ca. 65 Menschen wohnen können. Die GWG (Gemeinnützige Wohnungs-Genossenschaft e.G.) hat das Gebäude umgebaut und die Stadt Neuss wird das Wohnheim für zwei Jahre betreuen.

      Quelle: Neuss.de

      sb

  • Hat die Kommune Einfluss auf Anzahl, Zeitpunkt, Ethnie und Religionszugehörigkeit der ihr zugewiesenen Personen?
    • Es besteht keinerlei Einfluss der Kommune. Die Verteilung erfolgt durch die zuständigen Landesstellen und richtet sich ausschließlich nach der aktuell bestehenden Aufnahmeverpflichtung einer Gemeinde.

      Quelle: Stadt Neuss

      Iris

  • Integration Point in Neuss
    • In Neuss gibt es den ersten Integration Point, dessen Ziel die Unterstützung, Beratung und Vermittlung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ist. Bald soll es in ganz NRW solche Integration Points geben. Im Rhein-Kreis-Neuss arbeiten das Jobcenter und die Kreisverwaltung eng mit der Arbeitsagentur Mönchengladbach zusammen. Das Angebot richtet sich vor allem an Flüchtlinge mit einer hohen Bleibewahrscheinlichkeit.

      Quelle und mehr dazu unter “Flüchtlinge fit machen für den Arbeitsmarkt” (rp-online.de)

      sb,

  • Integrationskurse der Stadt Neuss
    • Die sprachliche und gesellschaftliche Integration ist der Stadt Neuss ein wichtiges Anliegen. Sie prüft, ob jemand zu einem Integrationskurs zugelassen werden kann, ob die Person eine Teilnahmeberechtigung erhalten und welcher Kurs für Sie der richtige ist.

      Mit diesen Kursen sollen vor allem ausreichende Sprachkenntnisse, aber auch Kenntnisse der deutschen Rechtsordnung, Kultur und Geschichte vermittelt werden. Hiermit erhalten Flüchtlinge die wichtige Grundlage für eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und zu einer auf Dauer angelegten Integration.

      Vereinbaren Sie einfach einen Termin mit Ihrer Ansprechpartnerin Cristina Pires, Tel.: 02131 90-3221 bzw. Fax: 02131 90-2437 oder E-Mail: cristina.pires@stadt.neuss.de

      (Quelle: Stadt Neuss)

      Auf der Seite finden sie unter KLICK auch eine Übersicht der Kursträger in Neuss

      Steffen H.

  • Können Familienangehörige nachkommen?
    • Ehe und und Familie sind vor dem Grundgesetz besonders geschützt. Um Angehörige (Kinder Ehepartner) aus dem Fluchtland nachkommen zu lassen, benötigt man einen Aufenthaltstitel (z. B. anerkannte Flüchtlinge).

      Voraussetzung für den Familiennachzug sind:

      • Es liegt kein Ausweisungsgrund vor
      • Besitz einer Niederlassungserlaubnis, einer Aufenthaltserlaubnis, einer Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU oder einer Blauen Karte EU
      • Es ist ausreichender Wohnraum für die Familie vorhanden
      • Der Lebensunterhalt der Familienangehörige, inkl. Krankenversicherung, ist aus eigenen Mitteln versichert

      Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg (Hrsg.)

      sb

  • Wann können Flüchtlinge aus einer Unterkunft in eine private Wohnung ziehen?
    • Neu zugewiesene Flüchtlinge werden zunächst ausschließlich in städtischen Unterkünften untergebracht. Umzüge in private Wohnungen sind (im Anschluss) möglich

      • bei Erteilung eines dauerhaften Aufenthaltsstatus,
      • aus gesundheitlichen Gründen (nach Beteiligung des Gesundheitsamtes),
      • nach 15 Monaten ohne rechtsmissbräuchliche Beeinflussung des Aufenthaltes.

      Quelle: Stadt Neuss

      Iris

  • Was muss ich tun, wenn ich Flüchtlingen Wohnraum bzw. eine Wohnung anbieten möchte?
    • Besonders dringend wird Wohnraum für große Familien mit mehreren Kindern gesucht. Es ist jedoch grundsätzlich jedes Wohnungsangebot willkommen! Wohnungsangebote können an den Leiter der städtischen Übergangsheime, Herrn Dirk Witte / Telefon 02131 41180 / dirk.witte@stadt.neuss.de gerichtet werden.

      Welche Miethöhe darf ich ansetzen?
      Die überwiegende Anzahl der wohnungssuchenden Flüchtlinge und Asylbewerber ist momentan noch auf Leistungen der Sozialleistungsträger (Jobcenter, Sozialamt) angewiesen. Dort werden anhand von Richtlinien die Höchstbeträge für die Anmietung von Wohnraum festgelegt. In der Stadt Neuss bestehen derzeit folgende Bruttokaltmietobergrenzen (Kaltmiete plus kalte Betriebskosten, Provisionen werden nicht gezahlt):

      Bruttokaltmietobergrenzen

      Wohnungsmarkttyp 1 Person 2 Personen 3 Personen 4 Personen 5 Personen je weitere Person
        50 m² 65 m² 80 m² 95 m² 110 m² + 15 m²
      Neuss 391,50 € 479,05 € 558,40 € 665,00 € 775,50 € 105,75 €

      Quelle: Stadt Neuss

      Iris

  • Welche grundsätzlichen Prämissen gelten in Bezug auf die Sicherheit der jeweiligen Einrichtungen?
    • Der Betrieb der neuen Unterkünfte soll sich am Standard der bislang genutzten Übergangseinrichtungen orientieren, bei denen die Präsenz von Fachkräften vor Ort mögliche Probleme bereits lösen oder entschärfen sollen. Die Einbeziehung eines Sicherheitsdienstes wird daher aus heutiger Sicht nicht als erforderlich angesehen.

      Quelle: Stadt Neuss

      Iris

  • Welche rechtlichen und tatsächlichen Möglichkeiten hätte die Stadt, um Zugriff auf weitere Grundstücke für Unterkünfte zu erhalten?
    • Grundsätzlich würde für die Verwaltung die Möglichkeit bestehen, freien Wohnraum zu beschlagnahmen; es ist derzeit aber nicht geplant, zu diesem Mittel zu greifen.

      Quelle: Stadt Neuss

      Iris

  • Welche sozialen Begleitmaßnahmen wird es seitens der Stadt Neuss an den Standorten geben?
    • Die sozialen Begleitmaßnahmen sollten sich an der erfolgreichen Arbeit in den bereits bestehenden Unterkünften orientieren; eine ausreichende haustechnische und sozialpädagogische Betreuung – unter ständiger Einbeziehung ehrenamtlicher Hilfsangebote durch die Menschen vor Ort – ist hier unbedingt erforderlich. Denkbar wäre in diesem Zusammenhang auch die weitere Entwicklung von sog. „Patenschaftsmodellen“.

      Quelle: Stadt Neuss

      Iris

  • Welche Standorte in Neuss werden „auf Dauer“ geschaffen?
    • Über diese Frage ist derzeit noch nicht entschieden.

      Die Sozialverwaltung wird an allen vorgesehenen Standorten sukzessive allgemeine Informationsveranstaltungen unmittelbar vor Ort durchführen. Grundsätzlich gilt, dass vor dem Beginn von Bauarbeiten in jedem Fall noch einmal eine Informationsveranstaltung vor Ort erfolgen wird. Die Verwaltung plant darüber hinaus eine ständige Information der Bürgerinnen und Bürger durch entsprechende Berichterstattung in den zuständigen Fachausschüssen sowie im Internet.

      Quelle: Stadt Neuss

      Iris

  • Welchen Aufenthaltsstatus werden die der Stadt Neuss zugewiesenen Personen voraussichtlich haben?
  • Welchen Status können Flüchtlinge haben?
    • Flüchtlinge sind nach der Genfer Flüchtlingskonvention Menschen, die aus politischen Gründen oder wegen ihrer Rasse, Religion oder Zugehörigkeit zu einer bestimmtem sozialen Gruppe in ihrem Heimatland bedroht sind. Bei jedem Ausländer, der nach Deutschland einreist und Asyl ersucht oder die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft beansprucht, wird geprüft, ob er in Deutschland Schutz vor Verfolgung erhält.

      Während eines Asylverfahrens das vom BAMF durchgeführt gilt der Antragssteller als Asylbewerber oder Asylsuchender.

      Geduldete Flüchtlinge können vorübergehend in Deutschland bleiben. Hier besteht kein Aufenthaltsrecht, die Abschiebung wird nur vorübergehend ausgesetzt. Wenn das Abschiebungshindernis wegfällt, kann der Flüchtling abgeschoben werden.

      Nach Art. 16a GG setzt das Recht auf Asyl voraus, dass der Asylsuchende im Falle der Rückkehr in sein Heimatland einem schwerwiegenden Eingriff in Leib, Leben oder Freiheit ausgesetzt ist, bspw. politische Verfolgung, religiöse Grundentscheidung, unveränderbare Merkmale, die sein Anderssein prägen (z. B. Nationalität). Zudem muss er nach Deutschland eingereist sein und hier einen Asylantrag stellen.

      Kontingentflüchtlinge erhalten sofort eine befristete Aufenthaltserlaubnis (meist zw. sechs Monaten und drei Jahren). Die oberste Landesbehörde und das Bundesministerium des Inneren können unabhängig von einem Asylverfahren im Rahmen einer humanitären Hilfsaktion aus einer Krisenregion eine Anzahl von Menschen ohne Prüfungsverfahren aufnehmen.

      Erhalten Asylsuchende einen positiven Bescheid sind sie Asylberechtigte oder anerkannte Flüchtlinge und erhalten eine Aufenthaltserlaubnis sowie den blauen Flüchtlingspass der Genfer Flüchtlingskonvention.

      Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg (Hrsg.)

      sb,

  • Wer betreut in Neuss die Flüchtlinge und Asylsuchenden?
    • In den städtischen Übergangsheimen werden die Menschen durch städtische Fachkräfte betreut.

      In allen Unterkünften engagieren sich zudem eine stetig wachsende Zahl von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

      Darüber hinaus bestehen in der Stadt Neuss vielfältige Betreuungsangebote durch Wohlfahrtsverbände und andere Organisationen. Es ist geplant, dieses Betreuungskonzept, welches auf regelmäßige Präsenz vor Ort basiert, auch auf die neu zu errichtenden Unterkünfte zu übertragen.

      In der ZUE des Landes Nordrhein-Westfalen ist durch die zuständige Bezirksregierung Arnsberg ebenfalls sozialpädagogische Betreuung und ärztliche Versorgung der Bewohner eingerichtet.

      Quelle: Stadt Neuss

      Iris

  • Wie lange werden die jeweiligen Standorte in Neuss für die Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen vorgehalten?
    • Für Wohncontainer-/Raummodulvarianten ist aktuell eine Befristung auf 24 Monate vorgesehen. Für Wohnraum in Bestandsimmobilien kommen nur langfristige Mietverträge in Betracht.

      Quelle: Stadt Neuss

      Iris

  • Wie unterscheidet sich die Unterbringung in kommunalen Standorten von der in einer ZUE?
    • Der Aufenthalt in einer ZUE ist in jedem Fall auf wenige Woche befristet. Die Verweildauer in kommunalen Unterkünften deutlich länger und kann im Einzelfall mehrere Jahre andauern.

      Die Schulpflicht bzw. die Möglichkeit zum Besuch eines Kindergartens entsteht erst nach einer Zuweisung in eine Gemeinde.

      Quelle: Stadt Neuss

      Iris

  • Wie viele Flüchtlinge werden der Stadt Neuss zugewiesen?
    • Stand 30.05.2016: 

      Die Flüchtlingszahlen in Neuss sind aktuell weiterhin rückläufig. Zur Zeit werden 374 Flüchtlinge (Vormonat: 408) in sechs verschiedenen Übergangsheimen untergebracht. 397 Plätzen stehen zur Zeit frei zur Verfügung. Darin enthalten sind auch die freien Plätze der Traglufthalle Hammer Landstraße.

      Detailierte Informationen über die Anzahl der sich in Neuss befindenden Flüchtlinge bietet die Stadt Neuss hier: Aktuelles zur Unterbringung

      Quelle: Stadt Neuss

      Steffen H.

  • Wie viele Personen werden pro Unterkunft untergebracht?
    • Die grundsätzliche Vorgabe lautet, dass die Platzzahl je Unterkunft die Zahl 100 möglichst nicht überschreiten sollte. Insbesondere bei der Anmietung von Wohnraum in Bestandsimmobilien sind hier allerdings Abweichungen nicht immer auszuschließen.

      Quelle: Stadt Neuss

      Iris

  • Wie viele Übergangsheime gibt es in der Stadt Neuss?
    • Stand 30.05.2016:

      In der Stadt werden aktuell an verschiedenen, dezentralen Standorten (Bergheimer Straße 250, Berghäuschensweg 90 und 92, Düsseldorfer Str., Unterkunft am Nordbad, Fesserstr., Traglufthalle Hammer Landstraße) Übergangsheime für Asylbewerber und Flüchtlinge betrieben. Dort stehen aktuell etwa 829 Bettenplätze bereit. Davon sind 397 Plätze (Vormonat: 408) zur Zeit belegt.

      Darüber hinaus gibt es sogenannte Schutzstellen mit kleinerer Bettenanzahl für jugendliche minderjährige Flüchtlinge innerhalb der Stadt Neuss.

      Aktuelle Informationen über die Anzahl der sich in Neuss befindenden Flüchtlinge bietet die Stadt Neuss: Aktuelles zur Unterbringung

      Quelle: Stadt Neuss

      Steffen H.

  • Wie viele Unterkünfte gibt es Neuss, wo befinden sich diese?
    • Die Verwaltung hat in einem “Masterplan” eine Liste mit 27 Standorten vorgestellt, an denen weitergehende Unterbringungskapazitäten geschaffen werden sollen. Ziel ist, die Flüchtlinge auf das ganze Stadtgebiet sozialverträglich zu verteilen.

      s. auch geplante Maßnahmen Unterkünfte

      Die Sozialverwaltung wird an allen vorgesehenen Standorten sukzessive allgemeine Informationsveranstaltungen unmittelbar vor Ort durchführen. Grundsätzlich gilt, dass vor dem Beginn von Bauarbeiten in jedem Fall noch einmal eine Informationsveranstaltung vor Ort erfolgen wird. Die Verwaltung plant darüber hinaus eine ständige Information der Bürgerinnen und Bürger durch entsprechende Berichterstattung in den zuständigen Fachausschüssen sowie im Internet.

      Aktuelle Informationen über die Anzahl der sich in Neuss befindenden Flüchtlinge bietet die Stadt Neuss: Aktuelles zur Unterbringung

      Quelle: Stadt Neuss

       

      Iris

  • Wird es spezielle Maßnahmen und Programme zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen Flüchtlingen in Neuss geben?
    • Die Verwaltung wird sich an den Erfahrungen in den bisher genutzten Unterkünften orientieren; spezielle Maßnahmen für Kinder und Jugendliche vor allem in den Ferienzeiten sind daher geplant.

      Aktuelle Initiativen finden Sie auch auf Website unter Veranstaltungen.

      Quelle: Stadt Neuss

      Iris