Die Drittstaatenregelung (auch “Dublin-Verfahren” genannt) besagt, dass ein Asylsuchender in dem Staat Asyl beantragen muss, in dem er zum ersten Mal europäischen Boden betreten hat. Zu den “Dublin-Staaten” gehören 28 EU-Länder, die Schweiz, Norwegen und Island.
 
Eine Ausnahme stellen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) dar. Laut Artikel 6 der Dublin-III-Verordnung ist der Staat für sie zuständig, in dem sich dessen Familienangehörige aufhalten. Gibt es keine Familienangehörigen in den Mitgliedsstaaten muss der Staat das Asylbegehren des UMF prüfen, in dem der Asylantrag gestellt wurde.
 
In welchem Land muss Asyl beantragt werden (Drittstaatenregelung / Dublin-Verfahren)?