Flüchtlinge sind nach der Genfer Flüchtlingskonvention Menschen, die aus politischen Gründen oder wegen ihrer Rasse, Religion oder Zugehörigkeit zu einer bestimmtem sozialen Gruppe in ihrem Heimatland bedroht sind. Bei jedem Ausländer, der nach Deutschland einreist und Asyl ersucht oder die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft beansprucht, wird geprüft, ob er in Deutschland Schutz vor Verfolgung erhält.

Während eines Asylverfahrens das vom BAMF durchgeführt gilt der Antragssteller als Asylbewerber oder Asylsuchender.

Geduldete Flüchtlinge können vorübergehend in Deutschland bleiben. Hier besteht kein Aufenthaltsrecht, die Abschiebung wird nur vorübergehend ausgesetzt. Wenn das Abschiebungshindernis wegfällt, kann der Flüchtling abgeschoben werden.

Nach Art. 16a GG setzt das Recht auf Asyl voraus, dass der Asylsuchende im Falle der Rückkehr in sein Heimatland einem schwerwiegenden Eingriff in Leib, Leben oder Freiheit ausgesetzt ist, bspw. politische Verfolgung, religiöse Grundentscheidung, unveränderbare Merkmale, die sein Anderssein prägen (z. B. Nationalität). Zudem muss er nach Deutschland eingereist sein und hier einen Asylantrag stellen.

Kontingentflüchtlinge erhalten sofort eine befristete Aufenthaltserlaubnis (meist zw. sechs Monaten und drei Jahren). Die oberste Landesbehörde und das Bundesministerium des Inneren können unabhängig von einem Asylverfahren im Rahmen einer humanitären Hilfsaktion aus einer Krisenregion eine Anzahl von Menschen ohne Prüfungsverfahren aufnehmen.

Erhalten Asylsuchende einen positiven Bescheid sind sie Asylberechtigte oder anerkannte Flüchtlinge und erhalten eine Aufenthaltserlaubnis sowie den blauen Flüchtlingspass der Genfer Flüchtlingskonvention.

Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg (Hrsg.)

Welchen Status können Flüchtlinge haben?